01.02. Beobachtungsabend mit dem Großen Refraktor

Grosser_Refraktor_Juni2017_2e_korr.jpg

Der Große Refraktor auf dem Telegrafenberg in Potsdam.

Bild: AIP
30. Januar 2018 //

Das AIP  bietet allen Interessierten die Möglichkeit, das größte Linsenteleskop Deutschlands in Aktion zu erleben. Nach einer erläuternden Demonstration des historischen Instruments können die Besucherinnen und Besucher bei klarer Sicht einen Blick durch das Instrument in die Sterne werfen.

Treffpunkt: Kuppel des Großen Refraktors

Datum: 01.02.2018

Startzeit: 19:00 Uhr

Der 1899 im Beisein des Kaisers eingeweihte Große Refraktor ist nach wie vor das viertgrößte Linsentele­skop der Welt und vereint in sich die mechanischen Möglichkeiten der Zeit und die sich seinerzeit erst formierenden astrophysikalischen Anforderungen – insbesondere im Bereich der Spektroskopie.

Das Teleskop ist ein Doppelrefraktor mit zwei fest mitei­nander verbundenen Fernrohren auf einer parallakti­schen Montierung. Das größere Rohr verfügt über ein 80 Zentimeter-Objektiv und eine Brennweite von 12,2 Metern. Das kleinere, für visuelle Beobachtungen gedachte Objektiv hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern und eine Brennweite von 12,5 Metern. Der Durchmesser der 200 Tonnen schweren drehbaren Kuppel liegt bei 21 Metern. Ein wissenschaftlicher Höhepunkt war 1904 die Entdeckung des diffusen interstellaren Mediums durch Johannes Hartmann anhand von stationären Kalziumlinien in spektroskopischen Doppelsternen. Nach kriegsbe­dingten Beschädigungen im Jahr 1945 und einer anschließenden Modernisierung 1953 wurde der Betrieb des Großen Refraktors 1968 schließlich vollständig eingestellt.

  • Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen, der Eintritt ist frei.
  • Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Eine Spende für den Erhalt des Großen Refraktors ist willkommen.

Weitere Informationen

Anfahrt Telegrafenberg

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Letzte Aktualisierung: 28. Juli 2021